Stationär

Aufnahmegespräch:
Im Aufnahmegespräch mit dem zuständigen Stationsarzt und der Bezugspflegekraft werden der Anlass der Aufnahme, die Lebenssituation, die Krankheitsentwicklung, der aktuelle Gesundheitszustand und die bisher getroffenen Maßnahmen besprochen. Auf Wunsch nehmen Angehörige oder Freunde an diesem Gespräch teil. Gemeinsam mit einem zuständigen Oberarzt wird die diagnostische Abklärung der nächsten Tage geplant, zu der in erster Linie verschiedene psychologische Testverfahren, Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD) und medizinische Zusatzuntersuchungen zählen. Gemeinsam mit dem Patienten wird in den ersten Tagen eine konkrete Behandlungsplanung für den individuellen Patienten maßgeschneidert, wobei erneut das Anliegen des Patienten reflektiert wird und die Zielsetzung und der zeitliche Rahmen der Behandlung festgelegt werden.



Die Stationen "Hildegard Peplau" und "Kurt Schneider"

Im weiteren Verlauf:
Das Stationsteam jeder Station besteht aus Pflegekräften, einem Stationsarzt und einem zuständigen Psychologen/ Psychotherapeuten. Jeder Station sind darüber hinaus ein Oberarzt und Mitarbeiter des Sozialdienstes zugeordnet. Allen Patienten jeder Station stehen diverse stationsübergreifende störungsspezifische Gruppenangebote offen. Das kompetente Pflegeteam steht den Patienten rund um die Uhr zur Verfügung, eine Bezugsperson des Pflegeteams und ein zuständiger Arzt begleitet den Patienten während des gesamten Klinikaufenthaltes. Die Zimmerzuteilung nimmt Rücksicht auf das individuelle Bedürfnis nach Betreuung und Schutz. Das Behandlerteam stellt gemeinsam mit jedem Patienten einen individuellen Behandlungswochenplan fest. Darüber hinaus findet einmal wöchentlich eine Oberarztvisite für alle Patienten der Station statt. Die individuelle, maßgeschneiderte Behandlung der Patienten orientiert sich an dem zu Beginn der stationären Behandlung erarbeiteten Behandlungsplan, wird aber auch ständig der individuellen Entwicklung des Patienten angepasst.


Der Wiedereinstieg in das Berufsleben wird häufig durch die Arbeitstherapie ermöglicht

Struktur:
Die Klinik für Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie besteht aus vier Stationen am Standort Marienheide und einer Tagesklinik in Gummersbach. Die vier Stationen haben jeweils eigene Kompetenzprofile und verfügen über eine überdurchschnittlich große Vielzahl an Behandlungsangeboten aus den Bereichen Psychotherapie, Pharmakotherapie und Soziotherapie. Viele der Therapien werden stationsübergreifend angeboten, so dass für jeden Patienten und jede Patientin ein individueller Therapieplan zusammengestellt werden kann, unabhängig davon, auf welcher Station er behandelt wird.

Station "Hans Lungwitz": Kompetenzbereich Tiefenpsychologie

Station "Aaron T. Beck": Kompetenzbereich Kognitive Verhaltenstherapie

Station "Kurt Schneider": Kompetenzbereich Psychosen

Station "Hildegard Peplau": Kompetenzbereich Affektive Erkrankungen

Am Vormittag finden vorwiegend spezifische Gruppenpsychotherapien statt, wie die Analytische Gruppe, Dialektisch-Behaviorale Therapie, Depressions-Bewältigungsgruppe, Metakognitives Training, Mentalisierungsbasierte Therapie oder psychoedukative Gruppen. ´
In den Nachmittagsstunden werden Überwiegend aktivierende Behandlungen angeboten, unter anderem Sporttherapie, Musiktherapie, tiergestützte Therapien wie die Reittherapie, Genussgruppe, Kunsttherapie, Ergo- und Arbeitstherapie.
In den Abendstunden, sowie an Wochenenden und Feiertagen, werden diverse Entspannungsverfahren (u. a. Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training, Aromatherapie) oder auch Ausflüge in die Region angeboten.

Klinikaustritt und Nachbehandlung:
Die Entlassung des Patienten wird frühzeitig vorbereitet. Hierbei wird gemeinsam mit dem Patienten und in enger Absprache mit dem jeweils behandelnden niedergelassenen Arzt geklärt, welche Form der Nachbehandlung für den Patienten am besten geeignet ist. Hierbei kommen psychiatrische und psychotherapeutische Nachbehandlungen in der Klinikambulanz und bei niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten genauso in Frage wie gegebenenfalls auch zusätzliche andere ambulante Betreuungs/ Behandlungsformen in der Region und darüber hinaus. Die Nachbehandlung ist deshalb sehr wichtig, da sie vor Rückfällen zu schützen vermag und dem Patienten hilft, die im Rahmen der stationären Behandlung gewonnen Erkenntnisse in seinem Leben umzusetzen.